Großbatteriespeicher

Power für morgen

Die IKB errichtete 2025 beim Kraftwerk Obere Sill einen Großbatteriespeicher. Im Interview erklärt Projektleiter DI Lukas Hirschhuber, wie das Projekt funktioniert.

Was genau steckt hinter diesem Projekt?

DI Lukas Hirschhuber: Wir errichten einen Batteriespeicher beim Kraftwerk Obere Sill. Damit können wir Strom zwischenspeichern und später wieder ins Netz einspeisen. Der Speicher kann so dazu beitragen, kurzfristige Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.

Warum braucht es überhaupt einen Großspeicher in Tirol?

Das Energiesystem verändert sich – und genauso die Art, wie Strom erzeugt und verbraucht wird. Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind wird abhängig von Wetter und Tageszeit erzeugt. Ein Speicher kann Strom aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Netz abgeben.

Wie groß ist dieser Speicher eigentlich – kann man sich das vorstellen wie eine Batterie zu Hause?

Im Prinzip schon, nur viel größer. Der Speicher besteht aus mehreren Modulen in einem 20-Fuß-Container und verfügt über eine Speicherkapazität von 6,88 MWh.

Welche Rolle spielen Speicher für die IKB?

Neben der Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik beschäftigt sich die IKB auch mit Speichertechnologien. Mit dem Großbatteriespeicher sammelt die IKB praktische Erfahrungen mit dieser Technologie. Nach einer Erprobungsphase ist eine Erweiterung des Speichers angedacht.

Was bedeutet dieses Projekt für Sie persönlich?

Es freut mich, Expertise für die IKB und mich in diesem neuen spannenden Projekt aufzubauen. Gleichzeitig ehrt mich das entgegengebrachte Vertrauen des Vorstands, der mich als Projektleiter auserkoren hat. In erstaunlich kurzer Zeit haben wir das Projekt bislang ohne größere Stolpersteine umgesetzt.