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Geschäftsbereiche der IKB
Die Geschäftsbereiche der IKB leisten täglich einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Lebensqualität in Innsbruck. Die folgenden Beispiele geben einen Einblick in zentrale Entwicklungen und Aktivitäten des Jahres 2025.
Strom-Vertrieb
Der Strom-Vertrieb der IKB versorgt rund 82.123 Kund:innen in Innsbruck und Umgebung mit jährlich etwa 530 Millionen Kilowattstunden Strom – zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Dabei zählt die IKB seit Jahren zu den preisgünstigsten Stromanbietern Österreichs. Mit dem neuen smarten Stromprodukt „IKB-flex plus“ wurde das Angebot gezielt erweitert. Ergänzend zum klassischen Fixpreisprodukt „IKB-comfort plus“ ermöglicht es Kund:innen eine noch flexiblere Gestaltung ihres Stromverbrauchs und ihrer Energiekosten. Zusätzliche Vorteile bietet die IKB-Kundenplattform „Vorteilswelt“ mit attraktiven Angeboten regionaler Partnerbetriebe sowie regelmäßigen Gewinnspielen.
Strom-Netz
Eine wesentliche Maßnahme zur Erhaltung der hohen Versorgungsicherheit ist der Neubau des 110-kV-Umspannwerks Ost in der Roßau. 15 Millionen Euro werden für diese leistungsfähige und zukunftssichere Anlage investiert. Gleichzeitig wird das Stromnetz kontinuierlich modernisiert und ausgebaut, um den steigenden Anforderungen durch Elektromobilität, Digitalisierung und nachhaltiger Energieerzeugung gerecht zu werden. Das 2.000 Kilometer lange IKB-Stromnetz zählt zu den zuverlässigsten in Österreich: Weniger als sechs Minuten musste der durchschnittliche Innsbrucker Haushalt 2025 ohne Strom auskommen.
Strom-Erzeugung
Das Geschäftsjahr 2025 war im langjährigen Vergleich sowohl finanziell als auch im Betrieb sehr erfolgreich. Trotz einer unterdurchschnittlichen Erzeugungsmenge konnte das finanzielle Ergebnis erreicht werden und der Betrieb weiter optimiert werden. Es ist innerhalb einer sehr kurzen Projektlaufzeit gelungen, den derzeit größten Batteriespeichers in Tirol beim Kraftwerk Obere Sill zu errichten und erfolgreich in Betrieb zu nehmen. Parallel wurden die erforderlichen Genehmigungen für die Herstellung der Durchgängigkeit und die Errichtung eines Restwasserkraftwerks bei der Ruetzwehr erreicht. Die bauliche Umsetzung wird im Winter 2026/27 erfolgen. Die laufende Instandhaltung und Verbesserung unserer langjährigen Infrastruktur bilden unser tägliches Tun. Mit der Erzeugungsstrategie 2040 sollen größte Anstrengungen zum Ausbau der Erzeugungskapazität und als Beitrag zur Energiewende unternommen werden, um auch zukünftig eine hohe finanzielle Tragfähigkeit gewährleisten zu können.
Energieservices
Die IKB treibt den Ausbau der thermischen Grundwassernutzung als regionale, erneuerbare Energiequelle konsequent voran. 2025 wurde die Anlage in der Adamgasse wesentlich modernisiert und ihre Leistung vervierfacht. Neue Projekte – etwa in der Angerzellgasse – befinden sich in Entwicklung. Grundwassersysteme ermöglichen eine effiziente, kombinierte Versorgung mit Wärme und Kälte und senken insbesondere „Freie Kühlung“ die Überwärmung der Innenstadt. Mit der gezielten Nutzung dieser stabilen Ressource stärkt die IKB Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung in Innsbruck.
Telekommunikation
Das 2025 eröffnete vierte Rechenzentrum der IKB am Langen Weg 32 wurde als Colocation-Rechenzentrum nach Tier3+-Standards errichtet und erfüllt höchste Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen. Mit 32 Racks sowie einem eigenen HPC‑Raum ist es einzigartig in Tirol. Die speziell ausgelegte Infrastruktur erlaubt den Betrieb besonders leistungsstarker Rechner unter konstant optimalen Bedingungen. Bereits zur Eröffnung im September erreichte das Rechenzentrum eine Auslastung von rund 70 Prozent, und die ersten Kund:innen haben ihre Systeme bereits in Betrieb genommen. Damit stärkt die IKB ihre Rolle als größter Datacenter-Provider Westösterreichs.
Bäder
Die Innsbrucker Bäder verzeichneten 2025 mit rund 905.000 Besucher:innen erneut eine sehr hohe Nachfrage und bestätigten ihre Rolle als zentrale Freizeit-, Sport- und Erholungseinrichtungen der Stadt. Besonders die Hallenbäder und Saunen wurden intensiv genutzt und durch gezielte Maßnahmen weiter aufgewertet. Investitionen in Barrierefreiheit, moderne Infrastruktur und zusätzliche Angebote – etwa für Familien und Schulen – verbesserten das Badeerlebnis für unterschiedliche Zielgruppen. Gleichzeitig setzte die IKB konsequent auf mehr Energieeffizienz und nachhaltigen Betrieb: Der Erdgasverbrauch konnte im Vergleich zu 2013 um 74,2 Prozent reduziert werden. So verbindet die IKB attraktive Freizeitangebote mit verantwortungsvollem Ressourceneinsatz.
Abfall
Das neue Zutrittssystem des Recyclinghofs Roßau wurde erfolgreich umgesetzt und sorgt für eine deutliche Effizienzsteigerung im laufenden Betrieb. Dank digitaler Registrierung und moderner App konnten die Abläufe spürbar vereinfacht und Wartezeiten merkbar reduziert werden. Besonders positiv wirkt sich die rund 20-prozentige Verringerung der Einfahrten aus, die nicht nur das Personal entlastet, sondern auch zur Ressourcenschonung beiträgt. Mit über 34.000 Registrierungen wurde das System hervorragend angenommen. Zusätzliche Services wie Abholtermine, Abfall-ABC und das neue Bezahlterminal steigern den Komfort weiter. Insgesamt wurde das Projekt erfolgreich umgesetzt und nachhaltig in den Betrieb integriert.
Wasser
Das Geschäftsjahr 2025 verlief für den Geschäftsbereich Wasser sehr erfolgreich: Die Verkaufsmenge stieg um 3,3 Prozent, und das Dienstleistungsgeschäft übertraf die Planung deutlich. Besonders wichtig war der Abschluss des Großprojekts „Ausbau Mühlauer Quelle“, sodass trotz Trockenperioden die Versorgung für kommende Generationen gesichert ist. Zukünftige Schwerpunkte sind der Neubau des Hochbehälters Mentlberg sowie der Ausbau der Grundwassernutzung in der Höttinger Au zur Notwasserversorgung. Die Trinkwasserqualität bleibt dank hoher Investitionen in das Leitungsnetz exzellent. Interne Audits bestätigten zudem die hohen Standards bei Sicherheit und Nachhaltigkeit. Trotz einer Tarifanpassung bleibt Innsbruck im Vergleich der Landeshauptstädte der drittgünstigste Anbieter für Trinkwasser.
Abwasser
2025 konnten im Geschäftsbereich Abwasser wichtige Bauvorhaben umgesetzt werden. So konnte der circa elf Kilometer lange Anschlusskanal Stubaital nach dreijähriger Bauzeit im August 2025 in Betrieb gehen. Das Abwasser der Stubaier Gemeinden Neustift, Fulpmes, Telfes und Mieders wird seither zur Kläranlage nach Innsbruck abgeleitet. Dieses technisch anspruchsvolle Projekt stellt eine zukunftsweisende, überregionale und nachhaltige Lösung dar. Im Hinblick auf Starkregenereignisse konnte das innerstädtische Kanalnetz durch größere Kanäle in der Erzherzog-Eugen-Straße und Conradstraße weiter optimiert werden. Darüber hinaus wurde ein großer Bypasskanal in der Gumppstraße errichtet, durch den ein zusätzliches Stauraumvolumen von circa 780 Kubikmeter erzielt wird. Auf der Kläranlage Innsbruck wurden sechs Schneckenpressen durch zwei Zentrifugen ersetzt und somit die Schlammentwässerung komplett erneuert und optimiert.