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Energie aus dem Untergrund

Eine mögliche Energiequelle liegt direkt unter unseren Füßen: Grundwasser mit weitgehend konstanter Temperatur. Die IKB prüft, ob diese regionale Ressource künftig für die Wärme- und Kälteversorgung der Innsbrucker Innenstadt genutzt werden kann.

In der Angerzellgasse hat die IKB im März 2025 untersucht, ob das dortige Grundwasser künftig zum Heizen und Kühlen von Gebäuden in der Innsbrucker Innenstadt genutzt werden kann. Das Grundwasser weist eine weitgehend konstante Temperatur von etwa 12 Grad Celsius auf. Dadurch kann es zum Kühlen im Sommer und – mithilfe einer Wärmepumpe – zum Heizen im Winter genutzt werden.

Was wurde gemacht?

Um herauszufinden, wie viel Wasser im Untergrund vorhanden ist und wo sich die wasserführende Schicht befindet, hat die IKB eine Aufschlussbohrung durchgeführt – etwa 50 Meter tief. Anschließend folgte ein Pumpversuch. Dieser liefert Daten zur Beurteilung, ob und in welchem Umfang das Grundwasser als Energiequelle genutzt werden kann.

Wie kann das Grundwasser genutzt werden?

Grundwasser weist über das Jahr eine weitgehend konstante Temperatur auf. Diese Eigenschaft kann für die Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden genutzt werden: Im Sommer kann das Grundwasser zum Kühlen eingesetzt werden, im Winter kann seine Wärme mithilfe einer Wärmepumpe für die Beheizung von Gebäuden genutzt werden.

Und wie könnte das in Zukunft aussehen?

Wenn die Ergebnisse der Untersuchung eine entsprechende Nutzung ermöglichen, könnte im Bereich der Angerzellgasse ein zentraler Brunnen entstehen. Von dort könnte das Wasser über ein Verteilnetz an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeleitet werden – ähnlich wie bei einem Fernwärmenetz. Dadurch würden einzelne Gebäude keine eigenen Brunnen benötigen und auch weiter entfernte Gebäude könnten in das Versorgungskonzept einbezogen werden.