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Im Jahr 2024 wurde auf Konzernebene eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß den Anforderungen der ESRS (European Sustainability Reporting Standards – Stand 2023) gemäß delegierter Verordnung (EU 2023/2772) durchgeführt. Ziel dieses Prozesses war es, jene Nachhaltigkeitsthemen zu identifizieren, die für den IKB-Konzern sowohl aufgrund ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft als auch aufgrund möglicher finanzieller Wirkungen auf das Unternehmen von zentraler Bedeutung sind. Die Analyse bildet eine Grundlage für die strategische Ausrichtung im Konzern sowie für die im Nachhaltigkeitsbericht dargestellten Inhalte. Die Wesentlichkeitsanalyse stellt sicher, dass der Fokus auf jene Themen gelegt wird, die für die langfristige Unternehmensentwicklung besonders relevant sind.
Aufbauend auf den Ergebnissen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde die Nachhaltigkeitsstrategie der IKB im Jahr 2025 grundlegend weiterentwickelt und erstmals auf Ebene des gesamten Konzerns ausgerollt. Während die bisherige Strategie vor allem einzelne Handlungsfelder und Maßnahmen adressierte, verfolgt die neue Konzernstrategie einen integrierten Ansatz, der sämtliche Unternehmensbereiche sowie die Tochtergesellschaften einbezieht. Damit wird Nachhaltigkeit noch stärker als zentraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung verankert.
Die Konzernstrategie orientiert sich konsequent an den identifizierten wesentlichen Themenfeldern und verbindet ökologische, soziale und ökonomische Zielsetzungen. Sie schafft einen definierten Rahmen für langfristige Entscheidungen, Investitionen und operative Maßnahmen.
Die Sicherstellung einer zuverlässigen und leistungsfähigen Infrastruktur bildet das Fundament des unternehmerischen Handelns. Durch kontinuierliche und gezielte Investitionen wird die hohe Qualität der Versorgung langfristig gewährleistet. Dabei steht insbesondere die Resilienz der Systeme im Fokus, um auch zukünftigen Herausforderungen stabil begegnen zu können.
Die Bedürfnisse der Kund:innen stehen im Zentrum der Leistungserbringung. Eine hohe Servicequalität, transparente Kommunikation sowie nachvollziehbare Preisgestaltung sind wesentliche Elemente einer langfristigen Kundenbeziehung. Ergänzend dazu tragen innovative und sichtbare Projekte dazu bei, Vertrauen zu stärken und die Rolle des Konzerns als verlässliche Partnerin zu festigen.
Als Arbeitgeberin setzt der IKB-Konzern auf ein stabiles, sicheres und sinnstiftendes Arbeitsumfeld. Die langfristige Bindung und Zufriedenheit der Mitarbeitenden werden durch gezielte Maßnahmen gefördert, die sowohl die individuellen Bedürfnisse als auch die organisatorische Entwicklung berücksichtigen.
Der IKB-Konzern verfolgt eine klare Ausrichtung im Bereich erneuerbarer Energien. Durch den Ausbau nachhaltiger Energiesysteme und gezielte Investitionen wird ein aktiver Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen geleistet. Gleichzeitig wird die Rolle als Gestalter der Energiewende auf lokaler Ebene weiter gestärkt.
Der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser als zentrale natürliche Ressource ist ein wesentliches Handlungsfeld. Die langfristige Sicherstellung der Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie der Schutz der vorhandenen Ressourcen stehen dabei im Fokus. Ziel ist es, die hohe Versorgungsqualität auch für zukünftige Generationen zu gewährleisten.
Der Schutz von Ökosystemen und deren Funktionen ist ein integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie. Durch einen möglichst schonenden Ressourceneinsatz sowie gezielte Maßnahmen zur Erhaltung natürlicher Lebensräume wird ein Beitrag zur Sicherung ökologischer Grundlagen geleistet.
Im Bereich der Kreislaufwirtschaft setzt der IKB-Konzern auf die effiziente Nutzung von Ressourcen und die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Durch Initiativen zur Abfallvermeidung, Wiederverwertung und Bewusstseinsbildung werden nachhaltige Stoffkreisläufe gefördert und weiterentwickelt.
Zu Beginn der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde im Rahmen einer umfassenden Kontext- und Systemanalyse die Geschäftsstruktur des IKB-Konzerns erhoben. Dazu gehörten Aktivitäten, Geschäftsbeziehungen, Lieferketten, Produkte und Dienstleistungen sowie relevante ökologische, soziale und ökonomische Einflussfaktoren. Ergänzend wurden Benchmarks sowie gesellschaftliche und branchenspezifische Trends berücksichtigt. Auf dieser Grundlage wurde mittels eines hybriden Top-down-/Bottom-up-Ansatzes eine Longlist potenziell wesentlicher Themen erstellt, basierend auf ESRS-Vorgaben, Unternehmensvergleichen, internen Strategien und Expert:innenwissen. In insgesamt fünf Workshops wurden anschließend sowohl die Auswirkungen als auch die finanziellen Risiken und Chancen für kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte anhand standardisierter Bewertungsmaßstäbe analysiert.
Die vorläufigen Ergebnisse wurden in zwei Stakeholderdialogen mit Vertreter:innen verschiedener Anspruchsgruppen geprüft und validiert, um Vollständigkeit und fachliche Qualität sicherzustellen. Eingebunden waren u. a. Arbeitnehmervertretungen, Organisationen schutzbedürftiger Gruppen, Eigentümer:innen, Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie wissenschaftliche Expert:innen. Ein weiterer Austausch erfolgte mit dem Nachhaltigkeitsbeirat des IKB-Konzerns, der die Erkenntnisse aus den Workshops verfeinerte und Impulse für den anschließenden Strategieprozess lieferte. Auf dieser Grundlage wurden die wesentlichen Themen definiert, die die strategische Ausrichtung und Berichterstattung des IKB-Konzerns prägen.
Die Zuordnung der Nachhaltigkeitsthemen basiert auf den ESRS-Themenbereichen, wobei die im Bericht verwendeten Bezeichnungen kontextspezifisch für den IKB-Konzern angepasst wurden. Die Unternehmenskultur wird dabei als grundlegende Basis verantwortungsvollen Handelns verstanden, die alle Aktivitäten übergreifend prägt, und wird daher nicht als separates wesentliches Thema ausgewiesen.
Über einige ausgewählte Themen aus unseren Top-Nachhaltigkeitsbereichen haben wir 2025 ausführlich berichtet:
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